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So plant man einen Wanderausflug

So plant man einen Wanderausflug

So plant man einen Wanderausflug

Viele Menschen begeistern sich für die entspannte Naturerfahrung, zu Fuß ein Gebiet zu erkunden und dabei auf eine entschleunigte Weise ans Ziel zu kommen. Planung im Vorfeld ist aber nötig.

Wohin soll es gehen?

Das Wichtigste, was man bei einem Wanderausflug zu bedenken hat, ist die Route. Aktuelle Wanderkarten sind hier genauso unverzichtbar wie Überlegungen zu Schwierigkeiten auf dem Weg. Man sollte die Tour sehr sorgfältig auswählen und auf Beschreibungen, die bei Touristeninformationen oder Wanderverbänden zur Verfügung stehen, unbedingt achten. Etwas, das als leichter Spaziergang geplant ist, soll schließlich nicht in eine hochalpine Gebirgstour ausarten. Auch Anmerkungen wie „für trittsichere und schwindelfreie Wanderer geeignet“ sollten nicht unterschätzt werden und besonderes Augenmerk legt man auf die Angabe der zu überwindenden Höhenmeter und die Distanz, in der sie bewältigt werden.

Wer ist mit von der Partie?

Welche Route gewählt wird, ist auch abhängig von denen, die eine Wanderung unternehmen. Generell gilt die Faustregel, dass das Tempo immer an den langsamsten in der Gruppe angepasst wird. Das ist manchmal nicht so leicht umzusetzen, sodass man Treffpunkte für alle aus der Gruppe vereinbaren kann, damit jeder seinem eigenen Gehtempo gerecht wird, aber man sich nicht aus den Augen verliert. Wenn man mit Kindern wandert, gilt je nach Schwierigkeit der Route und der Erfahrung der Kinder, dass sie immer zwischen zwei trittsicheren Erwachsenen gehen. Auch wenn Kinder anscheinend über schier unerschöpfliche Energie verfügen, sollte man sich nicht verschätzen, wenn es um Entfernungen geht. Besser ist es daher, eine etwas kürzere Route zu wählen, damit man mit der Zeit abschätzen kann, was die Kinder leisten können und wollen. Um die Motivation aufrecht zu erhalten und den Wanderspaß nicht zu verderben, sollte man auf eine abwechslungsreiche Route achten, die auch die Gelegenheit bietet, unterwegs einzukehren. Gerade Kinder können großen Ehrgeiz entwickeln, wenn es darum geht, Auszeichnungen wie Wandernadeln zu erwandern. Auch auf ältere Teilnehmer an einer Wanderung sollte man Rücksicht nehmen. Das hängt von ihrer körperlichen Verfassung und ihrer Wandererfahrung ab. Im Zweifel ist es ratsam, Routen zu wählen, bei denen man unterwegs die Wanderung abbrechen oder verkürzen kann.

Welche Ausrüstung muss mit?

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Jede Wanderung steht und fällt mit der Ausrüstung. Am wichtigsten sind hier die Schuhe. Neue Wanderschuhe werden niemals auf einer Tour eingelaufen, sondern immer vorher getragen, sodass sich die Füße an die Schuhe gewöhnt haben. Das Angebot an Wanderschuhen ist vielfältig und man greift am besten zu hochwertigen Schuhen, die wasserdicht sind und einen guten Schutz für den Knöchel bieten, damit die Gefahr des Umknickens verringert wird. Außerdem dürfen die Schuhe nicht zu schwer sein. Der Rucksack ist ebenfalls sorgfältig auszuwählen: Er sollte robust, leicht und wasserdicht sein. Praktisch sind Seiten- und Nebenfächer, in denen kleinere Gegenstände verstaut werden können. Die Polsterung des Rückenteils und der Gurte des Rucksacks soll das Gewicht gut verteilen und nicht stören, drücken oder einschneiden In den Rucksack gehören neben Pflastern, Desinfektionsmittel, Verbandszeug und Blasenpflastern auf jeden Fall ein zweites Paar Strümpfe. Außerdem empfiehlt sich ein leichter Regenschutz, Sonnencreme und ein dickerer Pullover, da das Wetter gerade in den Bergen schnell wechseln kann. Für den Notfall sollte man immer ein Mobiltelefon dabei haben. Je nach Schwierigkeit der Route gehören ein Helm gegen Steinschlag und Sicherungsseile und –gurte ebenfalls zur Ausrüstung. Weiterhin sollte man immer ausreichend Wasser und eine kleine Brotzeit im Gepäck haben. Empfehlenswert ist auch ein Päckchen Traubenzucker oder ähnliches, um Schwächeanfällen unterwegs vorbeugen zu können. Je nach Wandergebiet findet auch ein Mückenschutz dankbare Abnehmer. Immer ins Gepäck gehören natürlich eine aktuelle Wanderkarte und die Notfallnummer der Bergwacht, Feuerwehr oder Küstenwache.

Was muss ich ansonsten noch beachten?

Je nach Schwierigkeitsgrad muss man vor der Tour bei der Bergwacht (oder bei Wanderungen ins Wattenmeer bei der Küstenwache) eine Nachricht hinterlassen. Wenn man sich unsicher fühlt, kann man im Hotel die Information über die Route, Teilnehmer, eine Handynummer und eine ungefähre Zeit für die Rückkehr hinterlassen. Wenn man eine Wanderung mit einer oder mehreren Übernachtungen plant, sollte man vorher die Hütten oder Herbergen kontaktieren, um sich zu informieren, ob es die Möglichkeit zur Übernachtung gibt und ob die Plätze eventuell schon belegt sind. Läuft man einen Teil des Jakobswegs, ist das je nach Land nicht möglich. Hier gilt das Prinzip: „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.“ Ist die Herberge voll, muss man weiterwandern oder ins Hotel ausweichen. Außerdem sollte man sich erkundigen, ob man einen Schlafsack mitbringen muss. Das Gepäck, das man mitbringt, sollte nicht schwerer als zehn Prozent des eigenen Körpergewichts sein. Gerade für Kinder ist das nicht leicht einzuhalten, sodass man eventuell Gepäck auf andere Gruppenmitglieder umverteilen muss.

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Bild – Urheberrecht: goodluz / 123RF Stockfoto / Amazon – Partnerprogramm


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