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Rucksack richtig packen

Wer seinen Rucksack richtig packt, spart Platz, schont den Rücken und sorgt für mehr Komfort unterwegs. Folgende Tipps helfen dabei, alles Notwendige im Rucksack zu verstauen.

Schwerpunkt beachten

Beim Packen des Rucksacks ist in erster Linie auf den Schwerpunkt zu achten. Dieser sollte möglichst dich am Körper und in Schulterhöhe sein, damit er über dem Körperschwerpunkt liegt. Das ist gerade in unwegsamem Gelände oder bei Tour bergauf praktisch, denn ein gut platzierter Schwerpunkt unterstützt beim Gehen. Liegt der Schwerpunkt dagegen zu weit unten oder befindet sich zu weit vom Körper entfernt, gerät man aus dem Gleichgewicht und der Rücken wird in Mitleidenschaft gezogen. Die Folge sind Verspannungen und Schmerzen.
Deshalb den Schwerpunkt möglichst auf Schulterhöhe legen und ihn vor Aufstiegen etwas nach unten verlagern.

Die Grundlage: Das Bodenfach

Das Bodenfach ist die Grundlage. Es sollte möglichst kompakt gepackt werden, damit das darüber liegende Gepäck eine gute Basis hat und stabil liegt. Das entlastet auch den Rücken und leitet das Gewicht auf die Hüftflossen um.
Im Bodenfach sollten möglichst nur leichte Gegenstände verstaut werden. Handtücher, Regenjacken, Schlafsäcke und Isomatten sind ideal für dieses Fach.

Das Hauptfach richtig packen

Das Hauptfach kann auf unterschiedliche Arten gepackt werden. Grundsätzlich gilt jedoch: Je näher der Schwerpunkt des Rucksacks am Körper ist, desto leichter lässt er sich transportieren. Es ist deshalb sinnvoll, eine Art Turm aus schweren Ausrüstungsgegenständen aufzuschichten. Kochgeschirr, Campingkocher, Heringe und alles, was sonst noch viel wiegt, gehört hier her.
Der Turm, welcher sich idealerweise in der Mitte befindet, muss nun stabilisiert werden. Dies gelingt am besten mit Wäsche, die in mehrere Beutel gepackt und links und rechts neben dem Turm verstaut wird. Auch alle anderen Ausrüstungsgegenstände, die leicht und flexibel sind, können hierfür verwendet werden.
Ein Zelt ist ideal, um den Schwerpunkt anzupassen. Die einzelnen Komponenten können genutzt werden, um die verschiedenen Zonen schwerer oder leichter zu machen und damit den perfekten Schwerpunkt zu erreichen.

Allzeit griffbereit: Das Deckenfach

Das Deckenfach ist einfach zu packen. In diesem werden all jene Kleinigkeiten verstaut, die allzeit griffbereit sein müssen. Von der Sonnencreme über die Karten bis zur Kamera finden hier alle wichtigen Gegenstände bequem Platz.
Die Seitenfächer können ebenfalls verwendet werden, um häufig benötigte Dinge zu verstauen. Auch hier sollte auf eine gleichmäßige Befüllung geachtet werden, denn ist die eine Seite schwerer, macht sich das spätestens am Abend durch Verspannungen im Rücken bemerkbar.

Ist der Rucksack richtig gepackt?

Das Bodenfach verpasst dem Rucksack Stabilität, das Hauptfach bestimmt den Schwerpunkt und Decken- und Seitenfach bieten Platz für diverse Kleinigkeiten. Ob der Rucksack richtig gepackt ist, lässt sich mit einem einfachen Test feststellen: Der Rucksack wird auf den Boden gestellt und beobachtet. Bleibt er stehen, ist er kompakt und stabil gepackt. Kippt er zur Seite oder nach hinten, muss noch einmal nachgebessert werden.
Abschließend lässt sich also sagen, dass der Rucksack nach dem Packen in erster Linie kompakt sein muss. Der Teil hinter dem Rücken ist dabei am wichtigsten, denn dieser gibt entweder Stabilität oder macht das Tragen zu einer Qual. Es empfiehlt sich deshalb, mehrere Packvarianten zu testen, um das beste Ergebnis zu erzielen.


Bild – Urheberrecht: alexmillos / 123RF Stockfoto


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